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Bücher und Artikel

Im Idealfall geht es so: Ich schlage einem Redakteur eine Reportage oder einem Lektor ein Buchprojekt vor – und er sagt: Das Thema passt gerade in die (über)nächste Ausgabe / ins nächste Jahresprogramm. Weil die Welt nicht immer ideal ist, erfordern viele Projekte einen langen Atem oder hartnäckiges Nachfragen, bis der Artikel nach Monaten oder das Buch nach Jahren mal erscheint. So hat jeder größere Artikel und jedes Buch eine Geschichte: von der Idee bis zur fertigen Veröffentlichung.

 

Gute Texte

Ein guter Text, vor allem ein Sachtext

  • hat ein – dem Thema und dem Medium – angemessenes Verhältnis von     Information, Bildung und Unterhaltung.
  • darf bei den Kenntnissen, die er für das Verständnis voraussetzt, die Leute weder für zu dumm noch für zu gescheit halten
  • muss so viele Informationen enthalten (soweit es im Rahmen des Textes möglich ist), dass auch für die 10 Prozent aufmerksamen Leser keine Fragen offen bleiben
  • muss für die Laien verständlich sein – und darf für die Fachleute nicht angreifbar sein
  • knüpft am Bekannten an und führt die Leser zum Neuen
  • soll möglichst vielen, aber kann nicht allen Lesern gefallen, denn Texte, die nicht anecken, sind langweilig

 

Und für einfache Texte eine kleine Anregung von „ganz unten“:

„In Barbiana hatte ich gelernt, dass für das Schreiben folgende Regeln gelten:
Etwas Wichtigeres zu sagen haben, und nützlich für viele oder alle. / Wissen, für wen man schreibt. / Alles zusammentragen, was nützt. / Einen logischen Faden herausfinden und danach ordnen. / Jedes Wort streichen, das nichts nützt. / Jedes Wort streichen, das wir beim Sprechen nicht verwenden.“
(Scuola di Barbiana: „Die Schülerschule. Brief an eine Lehrerin“, Berlin 1970)

 

Anmerkung: Dieser Text ist eine „Notiz“ – keine erschöpfende Abhandlung!

 

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