Rück- und Ausblick 2020/2021

Nach einer kleinen Winterpause kann ich nicht nur einen Rückblick auf das vergangene Jahr machen, sondern schon einen Ausblick auf das angefangene, denn nach eineinhalb Monaten zeichnen sich schon einige Perspektiven ab. Im vergangenen Jahr kam die erste Anfrage für ein größeres Projekt aus München, von einem renommierten Verlag, mit dem ich bisher noch nicht zu tun hatte: Der Bodensee-Führer für den Callwey Verlag ist das dreizehnte in meiner Liste der Bodensee-Bücher. Die besseren Fotos…

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Mit Bananen die Welt retten

Fast genau ein Jahr nach dem ersten Buch von Mike Berners-Lee sind vor ein paar Tagen vom Midas Verlag auch die Belegexemplare für das zweite gekommen: „Wie schlimm sind Bananen? Der CO2-Abdruck von allem“. Es ist nicht nach Themen geordnet, sondern von der geringsten CO2-Produktion zur höchsten, von einem halben Liter Leitungswasser (0,2 g) bis zur Verbrennung aller fossilen Brennstoffreserven der Erde (45 Billionen Tonnen). Wer also seine Ökobilanz möglichst schnell und effektiv versauen will,…

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Oktober ohne Buchmesse

Heute sollte die Frankfurter Buchmesse beginnen. Am Donnerstag wäre ich wie üblich mit dem Frühzug nach Frankfurt gefahren, um beim Empfang der Schweizer Verlage schon mal das Neueste aus dem Land der schönen Bücher zu sehen und die Leute zu treffen, die sie machen. Nach Jahrzehnten ist das der erste Oktober ohne Buchmesse. Dabei waren es immer die zufälligen Begegnungen, die den Reiz der Messe ausgemacht haben, wie letztes Jahr die ebenfalls langjährige Messebesucherin, die…

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Generell Generalist

Ein Kommentar zu dem Bild mit dem Schild „generell 50“, das ich vor kurzem in Facebook veröffentlicht habe, hat mich an den guten Ratschlag eines Verlegers vor bald 20 Jahren erinnert: „Bleiben Sie Generalist!“ Der damalige Verlagsleiter des Verlag Huber (Frauenfeld), Hansrudolf Frey, meinte also, ich sollte mich nicht zu eng spezialisieren.  Beim Begriff Generalist wird man in Wikipedia auf das Stichwort Universalgelehrter verwiesen, so breit gebildet wie die klassischen Vertreter dieser Art ist allerdings…

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Hochalp mit Gipfelbeiz und Weitsicht

Wenn ich auf einen Berg steige, hat es meistens zwei Gründe: Erstens auf einen Berg steigen, zweitens etwas über einen Berg oder das Bergrestaurant schreiben – und oft schauen, ob sich seit meinem letzten Besuch etwas geändert hat. Am Sonntag waren wir auf der Hochalp (1530 m) im Appenzeller Hinterland, südwestlich von Urnäsch. Über sie habe ich schon in meiner ersten gastronomischen Geschichte im akzent geschrieben (Restaurants über der Nebelgrenze, 3/2002), und in meinem letzten…

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Bodensee-Buch für Senioren

Das Bodensee-Buch, über das ich am 24. April geschrieben habe, ist gerade im Callwey Verlag erschienen – gestern sind die Belegexemplare angekommen. Die Reaktionen der ersten LeserInnen sind sehr positiv, auch auf meine Fotos und die Aufmachung des Buches. Über Facebook ist das Interesse an dem Buch schon groß. Seit Ende April hatte das Buchprojekt zahlreiche Korrekturgänge erfahren, erst nach dem Lektorat, dann nach dem Layout und schließlich die Karten, die eine besondere Herausforderung waren.…

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Von Schiffen in den Bergen (Restaurantnamen)

Vor gut 30 Jahren habe ich in einem nordwestitalienischen Alpental eine einfache Unterkunft gesucht, und bei der Alternative Edelweiss oder Big Ben bin ich zu dem Albergo mit dem exotischeren Namen gegangen. Dieser hatte mich neugierig gemacht, aber die Besitzerin wusste es auch nicht genau – die Tochter ihrer Vorgängerin war wohl mal in London gewesen.  Damals gehörte die Gastronomie noch nicht zu meinen Arbeitsgebieten, aber Namen haben mich schon immer interessiert, vor allem wenn…

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Buchdrucker-Jubiläumsbuch

Am 1. Mai und in den letzten Tagen habe ich eine kleine Arbeit gemacht, die inhaltlich diesem Tag angemessen ist und im Grenzgebiet zwischen Arbeit und Ehrenamt liegt: meinen Beitrag zu einer 150-jährigen Geschichte der Druckergewerkschaft in Konstanz überarbeitet. Was vor knapp zwei Jahren mit der Gründung eines Festkommitees zur Vorbereitung einer Jubiläumsveranstaltung angefangen hat, ist bis heute ein ganz komplexes Projekt geworden: Aus der gewerkschaftlichen Projektgruppe wurde eine intensive Zusammenarbeit mit einem Studienprojekt mit…

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Von Musen und Inspirationen

Da ich für die nächsten Wochen mehrere kreative Projekte (zwei Bücher, Vorarbeiten für weitere und Artikel) auf dem Tisch habe, brauche ich viel Inspiration und gute Ideen.Bei den mittelalterlichen Schreibern waren es Engel, die im richtigen Moment angeflogen sind, um dem Schreiber ein Wort oder einen Satz zuzuflüstern. Auf dem Symbolbild hier diktiert der Engel dem Evangelisten Matthäus seinen Text. Da die Engel heute mit ganz anderen Aufgaben beschäftigt sind, muss man meistens selbst für…

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Der Karteikarten-Linguist

In der Zeitung der Migros wurde vor kurzem ein Sprachwissenschaftler portraitiert, bei dem das Foto voll das Klischeebild bestätigt: der Sprachforscher, zwischen Millionen von Karteikarten, beschäftigt sich jahrelang mit einem einzigen Wort. Solche Arbeiten sind wichtig, aber das ist nur die eine Seite – es ist mindestens ebenso wichtig, den Leuten selbst „aufs Maul zu schauen“, Feldforschung zu betreiben, zu hören wie sich die Leute in Zügen mehrsprachig unterhalten und von einer in die andere…

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