Alpen-Sprachen in der Alpinwelt

“Manchmal verstehen wir Bündner uns selbst nicht.” (im Original unter dem Bild)

Vor ein paar Tagen habe ich die Belegexemplare für einen Artikel bekommen, der aus mehreren Gründen bemerkenswert ist. Für das Thema Alpensprachen wurde ich angefragt, weil vor 17 Jahren von mir das kleine Buch „Die Berge rufen. Alpen Sprachen Mythen“ erschienen ist, nach wie vor das einzige populärwissenschaftliche Sachbuch zu Bergnamen und -sprachen.

Die Redaktion der Zeitschrift „Alpinwelt“ der beiden großen Münchner Alpenvereinssektionen (Auflage 111.000), die mir davor nicht mal dem Namen nach bekannt war, hatte mich im April kontaktiert: „Wir würden uns sehr freuen, wenn wir Sie als Autor eines Artikels gewinnen könnten!“ Sie wollte von mir sogar den Überblicksartikel, der den Themenschwerpunkt einleiten sollte.

Sie waren dann nicht nur von meinem Text, sondern auch von den Bildern angetan. Es kommt ja auch nicht jeder Autor auf die Idee, das Thema mit einem Foto von einem zweisprachig beschrifteten „Hundekotbeutelspender“ aus dem Engadin zu illustrieren. Für das Aufmacherbild konnte ich auf eine Postkarte aus meinem Archiv zurückgreifen, mit der Graubünden Tourismus in den 90er Jahren etwas selbstironisch die Sprachenvielfalt des Kantons illustriert hatte (s.o.) – und für den Einstieg ins Thema auf die sprachliche „Grenzerfahrung“ einer Tour über die Greina-Ebene vor über 30 Jahren, wo ich zum ersten Mal erlebt hatte, wie man bei einer Tagestour in drei Sprachen begrüßt wird.  

Da der Tourentipp auf die Dreisprachenspitze schon vergeben war, konnte ich eine Wanderung im Gebiet des „Röstigrabens“ im Wallis (zwischen Sierre und Leuk) beschreiben, nachdem ich in den Jahren 2012 und 2015 wandernd in dieser Gegend gewesen war.






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