Planet A mit einem Buch retten

Das englische Original und die deutsche Version

Vor kurzem ist das Buch in Druck gegangen, das mich etwa einen Monat lang als Lektor beschäftigt hat. Aus dem englischen Original von Mike Berners-Lee wurde in der deutschen Übersetzung der wortspielende Spitzentitel des Midas-Herbstprogramms: „Es gibt keinen PLANet B“. Das Lektorat eines übersetzten Titels ist ja immer anspruchsvoller als das eines deutschen Manuskripts, weil oft die Übersetzung mit dem Original abgeglichen werden muss. Und meistens ist eine Übersetzung auch eine Übertragung von Inhalten in eine andere Kultur. Da muss gelegentlich den deutschsprachigen Lesern erklärt werden, was den anglophonen geläufig ist, z.B.: Haggis (schottische Spezialität aus Schafsinnereien). Oder der Benzinverbrauch von Autos muss von „miles per gallon“ übersetzt werden zu „Liter auf 100 Kilometer“. Und je mehr Personen an so einem Projekt beteiligt sind, desto mehr Absprachen muss man als Lektor machen, zwischen Übersetzerin, Korrektorin, Layouter und Verleger, aber am Ende ist alles gut geworden. Bei dem Thema haben wohl auch alle Beteiligten inhaltlich etwas mitgenommen, da es genug Anregungen gibt, um den eigenen ökologischen Fußabdruck zu reduzieren. In den deutschsprachigen Ländern wird es sicher die Diskussion beleben.

Mike Berners-Lee: „Es gibt keinen PLANet B. Das Handbuch für die großen Herausforderungen unserer Zeit“,
320 S., 33 Fr. / 25 Euro, Zürich: Midas Verlag, www.midas.ch, 

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