Kulinarisch vom Bodensee zum Mittelmeer

In Zeiten geringen Termindrucks gehe ich jetzt öfters in die Tiefen meiner Archive.
Vieles ist gut sortiert nach Projekten und Themen, aber spannend sind die unsortierten Schachteln, in denen ich immer wieder Entdeckungen mache:
Ach, darüber habe ich auch schon geschrieben und veröffentlicht!

Interessant und ganz schön vielfältig sind die Themen meiner ersten kulinarisch-gastronomischen Artikel in der Seezunge (und der gleichnamigen Rubrik) in den ersten drei Jahren, also 2000 bis 2002:
Im Thurgau hatte damals fast jedes Dorf eine eigene Käserei, was für deutsche Ausflügler gewöhnungsbedürftig ist, wenn sie bei der Rückfahrt von den Traktoren mit den Milchkannen aufgehalten werden. Die drei portraitierten kleinen Dorfkäsereien haben die Liberalisierung des Käsemarkts aber leider nicht überlebt – die kreativen Käser haben aber Erfolg auf dem Markt.
Wenn Rhabarber botanisch zu den Gemüsen zählt, wie kann man es als solches zubereiten? Nachdem ich Rhabarber schon lange so verwendet habe, hat der Grüne Baum in Moos dazu ein Gericht kreiert – mit Frühlingszwiebeln als Beilage zu Bodensee-Fisch.
Wenn die Wetterprognose „unten grau, oben blau“ sagt, muss man wissen, wo man nicht nur schön wandern (oder spazieren), sondern auch gut einkehren kann. Deshallb bin ich beim Thema „Ausflugslokale über dem Nebel“ systematisch vorgegangen: Nebelobergrenze 700 m / 900 m / 1100 m  / 1300 m. Oben wird auch kulinarisch die Luft dünner, aber es gibt lohnende Ziele: Hundwiler Höhe, Hochhamm, Hörnli, …
Wenn einige „Italiener“ damit werben, „mediterrane Küche“ zu servieren, ist es meistens nicht viel mehr als italienische Küche. Aber was wäre denn wirklich eine Mittelmeer-Küche? Die italienische Köchin eines Restaurants in Radolfzell-Möggingen hat ein Menü mit Gerichten aus Ländern von beiden Seiten des Mittelmeers komponiert, auch aus den Maghreb-Ländern. Mit dem Fotografen und der Köchin hatte ich einen langen, mediterran-unterhaltsamen Abend. Nach diesem Modell habe ich drei Jahre später dann von drei Köchen „Bodensee-Menüs“ kochen lassen und auch eine Geschichte darüber geschrieben.

Leider hat das Interesse an solchen Themen und Fragestellungen in den letzten 20 Jahren bei  den Medien nachgelassen. Für originelle, nicht alltägliche Reportagen im Bereich Gastronomie/Kulinarisches bin ich aber weiterhin zu haben.

die erste Doppelseite der „Über dem Nebel“-Geschichte
die dritte Seite der „Rhabarber-Gemüse“-Geschichte


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